HALSSCHMERZEN
WIRKSAM BEHANDELN

Hintergrundbild zeigt unser Tantum Verde Hausmittel die zusätzlich gegen Halsschmerzen wirken: Zitronentee

Wann ist ein Arztbesuch bei Halsschmerzen ratsam

Meist ist ein Arztbesuch bei Halsschmerzen nicht notwendig. Durch Viren ausgelöste Halsschmerzen verschwinden in der Regel nach einigen Tagen von selbst.

BEI WELCHEN BESCHWERDEN MÜSSEN SIE UNBEDINGT ZUM ARZT?

  • Fieber
  • Atemnot
  • Schluckstörungen
  • gerötete, angeschwollene und eventuell sogar eitrige Mandeln
  • stark angeschwollene Halslymphknoten
  • Verfärbung der Zunge
  • Auftreten eines Hautausschlages
  • Bauchschmerzen und/oder Übelkeit
  • anhaltende Beschwerden trotz Behandlung durch rezeptfreie Produkte
  • einseitige Halsschmerzen, die das Öffnen des Mundes erschweren
  • wenn die Halsschmerzen häufig auftreten
  • Verschlimmerung der Beschwerden nach anfänglicher Besserung
  • Halsschmerzen dauern länger als sieben Tage an
  • ausbleibende Besserung

WELCHER ARZT IST MEIN ANSPRECH­PARTNER?

Der erste ärztliche Ansprech­partner bei Halsschmerzen ist oftmals Ihr Hausarzt. Ihr Arzt wird zunächst nach der Dauer und den Symptomen fragen. Hier ist es wichtig, über die Beschwerden so genau wie möglich Auskunft zu geben.

  • Wo sitzt der Schmerz (weiter vorne oder weiter hinten, beidseitig oder nur einseitig)?
  • Wie fühlt sich der Schmerz an?
  • Wie lange haben Sie schon Halsschmerzen?
  • Hatten Sie Fieber?
  • Haben Sie schon Medikamente gegen die Halsschmerzen eingenommen?
  • Leiden Sie an einer anderen Erkrankung?

Je mehr Auskunft Ihr Arzt bekommt, desto besser kann er die Erkrankung diagnos­ti­zieren. Bei der Untersuchung selbst wird er dann den Hals von außen abtasten und die Lymphknoten kontrol­lieren. Außerdem wird Ihr Arzt den Rachenraum untersuchen, um festzu­stellen, ob dieser gerötet ist und ob die Mandeln geschwollen oder eitrig sind.

WELCHE UNTERSU­CHUNGEN KÖNNEN NEBEN DER ROUTINE­UN­TER­SUCHUNG NOCH GEMACHT WERDEN?

Zur weiteren diagnos­tischen Abklärung, kann es sein, dass Ihr Arzt im weiteren Verlauf einen sogenannten „Halsab­strich“ durchführt. Dabei wird ein Wattestäbchen kurz über die Mandeln gestreift und anschließend in einem Labor mikrobio­logisch untersucht. So kann festge­stellt werden, welcher Erreger für die Halsschmerzen verant­wortlich ist. Allerdings gehört der Halsab­strich nicht zur Routine­un­ter­suchung, da meist durch die Patien­ten­be­fragung und -untersuchung bereits ausreichend Informa­tionen für eine Diagnose vorhanden sind.

HALSSCHMERZEN UND HEISERKEIT – WAS TUN?

Besteht zusätzlich zu den Halsschmerzen auch noch Heiserkeit, und dauert diese länger als ein bis zwei Wochen an, sollte eine Spiegelung des Kehlkopfes und der Stimmbänder erfolgen. Dies übernimmt ein Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Erkran­kungen. Bei der Kehlkopf­spie­gelung hält der Arzt mit der einen Hand die Zunge des Patienten fest, während er mit der anderen einen Kehlkopf­spiegel (kleiner runder Spiegel an einem langen Griff) in den Rachen führt. So kann er den Kehlkopf genau untersuchen. Eventuell hängt an dem Spiegel noch eine kleine Lichtquelle. Diese Form der Untersuchung kann schnell und einfach durchgeführt werden und ist zudem nicht schmerzhaft.

Wenn sich die Schmerzen nach der Diagnose und Therapie­be­stimmung weiter verschlimmern oder länger als drei bis maximal fünf Tage andauern, sollte Ihr Arzt erneut aufgesucht werden. Der Einsatz von Antibiotika bei einer viral bedingten Rachen­ent­zündung hat keinen therapeu­tischen Nutzen. Wenn der Arzt allerdings eine sehr schwer­wiegende Halsent­zündung feststellt, die durch Bakterien, wie zum Beispiel Strepto­kokken, ausgelöst wurde, oder der Patient in einem gesund­heitlich sehr schlechten Zustand ist, kann eine antibio­tische Behandlung sinnvoll sein. Es muss also in jedem Fall individuell mit dem Arzt abgeklärt werden, ob eine Antibio­ti­kagabe zielführend ist.

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